Treibhauseffekt
In einem Treibhaus wird eingestrahltes Sonnenlicht am Boden und durch die Pflanzen in längerwelliges Infrarotlicht umgewandelt, welches dann nicht mehr so gut aus dem Treibhaus entweichen kann, das Innere des Treibhauses aufheizt.In der Erdatmosphäre erfüllt hauptsächlich Kohlendioxid - CO2 als langlebiges Treibhausgas - eine ähnliche Aufgabe, indem es Infrarotstrahlung absorbiert und sich dabei aufwärmt, diese Wärme dann an die Umgebung weitergibt: Schritt für Schritt-Erklaerung des Treibhauseffekts.
Auf unserer Erde gibt es zwei Komponenten des Treibhauseffektes:
- natürlicher Treibhauseffekt:
Im Ökosystem Erde besitzt die Atmosphäre einen geringen Anteil an Kohlendioxid, welcher von tierischen Lebewesen bei der Atmung freigesetzt wird, von den Pflanzen aufgenommen wird. In diesem Fließgleichgewicht hatte der Kohlendioxidanteil in der Erdatmosphäre einen Wert von ungefähr 0.03% oder - in dafür üblicher Einheit - 300ppm.
Dieser Anteil an CO2 und weiterer treibhausrelevanter Spurengase erhöht die globale mittlere Temperatur auf der Erde um etwa 30oC auf angenehme, das Leben in der jetztigen Form ermöglichende 15oC . - menschgemachter oder anthropogener Treibhauseffekt:
Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe wird zusätzlich CO2 in die Erdatmosphäre eingebracht, wodurch die Kohlendioxidkonzentration erhöht wird, derzeit auf etwa 390 ppm (Stand 2010) . Zudem werden weitere Treibhausgase durch menschliche Aktivitäten emittiert, die - wie beispielsweise Methan, Distickstoffoxid (Lachgas) - ebenfalls zum Treibhauseffekt beitragen.
Methan wird durch Landwirtschaft, insbesondere Viehzucht, vermehrt freigesetzt, Distickstoffoxid beispielsweise durch Düngung und Fahrzeug-Katalysatoren.
Mögliche Folgen des anthropogenen Treibhauseffekts sind zum einen eine fortschreitende globale Erwärmung der Erde, zum anderen eine Destabilisierung des Klimas:
- Die Auswirkungen einer Temperaturerhöhung können ein vermehrtes Auftreten von Stürmen und Flutkatastrophen, eine Beschädigung auf Temperaturwechsel empfindlich reagierender Ökosysteme, ein Ansteigen des Meeresspiegels durch die Wärmeausdehnung des Oberflächenwassers und/oder ein Abschmelzen der Eismassen in den Polarregionen der Erde sein.
- Die Destabilisierung des Klimas kann sich in einer Wanderung von Klimazonen oder der Umbildung von Luft- und Meeresströmungen mit der Folge einer Änderung der klimatischen Bedingungen auswirken. Dabei besteht die Gefahr, daß es innerhalb einiger Jahrzehnte zu so drastischen Änderungen wie einer Verlagerung des Golfstromes kommt [KERR1999].
In beiden Fällen kann ein Klimawandel die landwirtschaftliche Nahrungsproduktion stark beeinträchtigen, mit der Folge, dass die Nahrungsmittelversorgung drastisch verschlechtert wird.
Abhilfe kann nur geschaffen werden, wenn die Nutzung fossiler Brennstoffe schnellstmöglich eingeschränkt bzw. beendet wird und durch andere, treibhausgas-neutrale Energien ersetzt wird. Dabei muss man sich für die Kernenergienutzung mit ihren vergleichsweise geringen Risiken oder die erneuerbaren Energien]
mit ihrer derzeit geringen Verfügbarkeit entscheiden - oder einen Energiemix aus beiden.
,,Schnellstmöglich`` meint hier einen Zeitraum von einigen Jahren oder wenigen Jahrzehnten!
