Tschernobyl
Reaktorunfall von Tschernobyl -- bisher weltweit folgenschwerster Unfall bei der Kernenergienutzung in einem Kernreaktor-Block in Tschernobyl.
Während eines Tests zur Betriebssicherheit der Anlage wurde der Kernreaktor in einen unzulässigen Betriebszustand versetzt. Die Operateure des Reaktors haben durch eine Kombination von
- unvollständiger Anzeige von Reaktor-Messwerten,
- falschen Interpretationen von -Messwerten,
- zu geringe Kenntnis aufgrund mangelnder Ausbildung,
- Unkenntnis oder Nichtbeachtung von Vorschriften,
- einen sich nicht gutmütig verhaltenden Kernreaktortyp und
- einem nicht durch einen Sicherheisbehälter abgeschlossenen Reaktorgebäude
den Reaktor in einen Zustand gebracht, der zu einer erstörung des Reaktorkerns und des Reaktorgebäudes führte, dies mit der Folge einer massiven Freisetzung radioaktiver und giftiger Stoffe.
Aufgrund des Zusammenwirkens von konstruktiven Mängeln und nicht ausreichender Ausbildung bzw. Anweisung des Betriebspersonals muss davon ausgegangen werden, dass diese Reaktorkatastrophe keinesfalls ein typisches Ereignis ist. In beiden Bereichen - Konstruktion und Bedienung - können Maßnahmen ergriffen werden, die die Sicherheit um ein Vielfaches erhöhen. Im Fall des Hochtemperaturreaktors kann die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls, bei dem radioaktive Stoffe in nennenswerter Menge freigesetzt werden, auf Null reduziert werden, wenn konstruktive Details beachtet werden.




