Bus und Bahn:
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Bei Bahnfahrzeugen, rechnet man den Energiebedarf der Infrastruktur der Gleisanlagen, Signalsysteme, Bahnhöfe usw. mit, liegt der Faktor bei etwa 1.5 - eine Auslastung von etwa 70 Prozent ist dabei schon berücksichtigt.
Leider sind Fahrzeuge des Linienverkehrs nicht zu hundert Prozent ausgelastet, teilweise ist eine durchschnittliche Auslastung von 50 Prozent schon ein Traumwert. Das Argument ,,Der Zug fährt ja eh`` kann so auch nicht stehengelassen werden; wenn plötzlich alle Menschen Zug fahren wollten, müsten die Gleissysteme um einen Faktor 10 ausgebaut werden, Tausende Lokomotiven und Waggons müsten gebaut und in Betrieb genommen werden. Eine beliebig höhere Ausnutzung der Infrastruktur ist also nicht möglich.
Bei Alleinreisenden schneidet das Auto aus rein energetischen Gesichtspunkten schlecht ab - Bus und Bahn sind praktisch generell energetisch günstiger. Zudem sind die wahren Kosten des Autokilometers zwischen 0.25 und 0.50 Euro höher als die Kosten von etwa 0.15 Euro pro Bahnkilometer.
Ist jedoch keine oder keine direkte Bahnverbindung vorhanden, kann der Zeit- und Geldvorteil des Autos den Nachteil auf der Kostenseite überwiegen!
Aber auch die Bahn hat generelle Vorteile: Eine Fahrt von Bonn nach München wird mit Auto oder Bahn etwa die gleiche Zeit beanspruchen, vor allem, wenn man zwischen den Stadtzentren reist. Die Zeit im Auto wird zum Autofahren verwendet, in der Bahn kann man Bürotätigkeiten nachgehen, einen Vortrag vorbereiten oder sich einfach entspannt zurücklehnen.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Verfügbarkeit von Parkplätzen in Städten, insbesondere in Großstädten: Hier können durch die Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel Zeit und vor allem Nerven für die Parkplatzsuche eingespart werden - oder die Kosten für einen Platz im Parkhaus entfallen, wodurch das Ticket für die Straßenbahn oder den Bus mindestens ausgegichen wird!
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ZITIERWEISE:Michael Bockhorst, www.energieinfo.de




