Kühlschrank:
Energiesparen beim Kühlen
Kategorie: HAUSHALT:KÜCHEHinweise zur Nutzung und zum Copyright siehe unten.
Auswahl des Gerätetyps
Generell sollte die Zahl der Kühlgeräte in einem Haushalt möglichst gering sein, um den Stromverbrauch zu minimieren. Dazu ist es sinnvoll, zu überlegen, wieviel Volumen nötig ist, um Lebensmittel zu kühlen und einzufrieren. Dies hängt natürlich auch von der Ernährungsweise ab: Wer viel frisches Gemüse und ab und zu etwas Eis verzehrt, ist mit einem normalen Kühschrank mit Tiefkühlfach bestens bedient. Wer auf Tiefkühlnahrung setzt, braucht eher ein Standgerät mit Tiefkühlbereich oder gar eine Tiefkühltruhe.
Das Gerät etwas größer zu dimensionieren, als man es gerade braucht, ist angeraten: Dies vermeidet den Kauf zusätzlicher Geräte oder den vorzeitigen Neukauf eines größeren Gerätes.
Nachdem man ungefähr weiß, welche Gerätegröße in Frage kommt, kann man sich um die konkretere Auswahl des Gerätes kümmern.
Gerätekauf
Bei der Anschaffung ist darauf zu achten, daß der Energiebedarf des Kühlgerätes möglichst gering ist. Schließlich wird ein guter Kühlschrank 10--15 Jahre genutzt und verbraucht innerhalb dieser Lebensdauer tausende Kilowattstunden Strom.
Der Strombedarf wird in Kilowattstunden pro Jahr angegeben. Braucht ein Kühlschrank mit Tiefkühlfach der Energieeffizienzklasse A etwa 200 Kilowattstunden pro Jahr, sind dies - über 15 Jahre gerechnet - immerhin 3000 Kilowattstunden. Bei 0,25 Euro (= 25 Cent) pro Kilowattstunde also 750 Euro an Stromkosten über die gesamte Nutzungsdauer! Da lohnt sich so manche Mehrausgabe bei der Anschaffung.
Auf energieinfo.de können Sie auch die Gesamtkosten für verschiedene Kühlgeräte miteinander vergleichen: Berechnungsformular: Vergleich verschiedener Kühlschränke.
Gerätestandort
Ein Kühlgerät braucht umso weniger Strom, je kühler es aufgestellt ist. Dies ist einfach zu erklären: Das Kühlaggregat pumpt regelrecht die Wärme aus dem Inneren des Kühlschranks nach außen, um die Lebensmittel kühl zu halten:
- Die Wärme muß an dem auf der Rückseite angebrachten Wärmetauscher abgegeben werden. Diese Wärme läßt sich leichter mit kalter Luft abführen als mit warmer Umgebungsluft.
- Wärmeenergie gelangt durch die Wände des Kühlschranks in das Innere. Wenn die Wände des Kühlschranks durch einen dunklen und kühlen Standort weniger Wärme in den Innenraum transportieren, verringert sich die Laufzeit des Kühlaggregats und damit der Energiebedarf.
Die Wärmetauscher-Flächen sollen so gut wie möglich belüftet sein, Einbaugeräte haben also im allgemeinen einen deutlich höheren Strombedarf. Dazu sollten sie regelmäßig gereinigt werden -- ein Besatz mit Staubflocken verhindert ebenfalls eine gute Abfuhr der Wärme.
Wird ein Kühlschrank seltener benutzt, kann er auch in einer Kammer neben der Küche aufgestellt werden, die vorzugsweise nach Norden ausgerichtet ist und im Winter nicht beheizt wird.
Nutzung des Kühlschranks
Bei jedem Öffnen der Tür wird die Luft verwirbelt und die kalte Luft durch warme Luft ausgetauscht. Das Innere des Kühlgerätes wird erwärmt und muß mit Energieeinsatz heruntergekühlt werden. Beim Abkühlen kann sich der Wasserdampf der wärmeren Umgebungsluft als Eis niederschlagen und zu einer Vereisung der inneren Wärmetauscherflächen führen.
Das Öffnen der Tür kann kurz gehalten werden, indem
- Einkaufswaren beim Auspacken vor dem Kühlschrank gestapelt werden und erst dann in einem Schwung in den Kühlschrank geräumt werden.
- Beim Kochen oder beim Decken des Tisches die verwendeten Lebensmittel in einem Schwung aus dem Kühlschrank herausgenommen werden.
Gerade bei sehr gut isolierten Geräten der Energieeffizienzklasse A+ oder A++ sind die anteiligen Stromverbräuche durch das Tür-Öffnen höher und diese Maßnahmen wirkungsvoller.
HISTORY:
2010-09-02 Korrektur von Fehlern, Präzisierung Leistungsaufnahme, Energiebedarf, Gerätestandort
2006-12-08 Erstellen des Artikels
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ZITIERWEISE:Michael Bockhorst, www.energieinfo.de




