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Richtig Heizen - Energie und Geld sparen!

ENERGIESPAR-INFO EI-SP-2006-001/Richtig Heizen Seite /4



Richtig Heizen - Energie und Geld sparen!


Michael Bockhorst


Beim Heizen Energie und Geld sparen?


Richtig Heizen bedeutet, so wenig Heizenergie aufwenden, aber dennoch ein gutes Raumklima zu erzeugen. Und Heizenergie ist teuer, einmal, weil es ein recht großer Pos­ten im zum Leben notwendigen Energie­verbrauch ist -­ etwa 1 Drittel -­ und zum anderen, weil die Energie­träger Heizöl und Erdgas durch eine Verknappung auf dem Weltmarkt so­wie Spekulations-Ge­schäfte rasant im Preis gestiegen sind.

Ein Ende der Preisspirale ist zudem nicht in Sicht: Heute antrainiertes Verhalten und heutige energie­sparende Investitionen werden Ihnen in Zukunft viel Geld ersparen.

Dazu kommt noch der positive Effekt der verringerten Emissionen an Stick­oxiden, Ruß, Schwefeldioxid und dem Treibhausgas Kohlendioxid.


Heizungen richtig einstellen


Moderne Heizungsventile sind Thermostat-Ventile, die die Tem­peratur regeln können. Dabei ent­sprechen die Zahlen auf dem Regler den vorgewählten Temperaturen:


Regler

Temperatur

*

5

1

12


14

2

16


18

3

20


22

4

24


26

5

30


Die Genauigkeit der Temperaturmessung liegt bei etwa 1 Grad Celsius. Die Genauigkeit ihrer Thermostatventile können Sie mit einem einfache Thermometer überprüfen, die es für einige Euro im Handel gibt.

Nicht alle Räume werden gleich genutzt, damit ist auch die optimale Temperatur in verschiedenen Räumen unterschiedlich einzustellen. Geschlafen wird am besten bei etwa 15--18 Grad, Wohnzimmer benötigen etwa 20 Grad, im Bad sollte eine Temperatur von ca. 24 Grad vorherrschen. Arbeitsplätze benötigen etwa 22 Grad. In der Küche reichen etwa 17--18 Grad.


Die optimalen Temperaturen hängen zusätzlich von weiteren Bedingun­gen ab:

  • Ein Luftzug durch undichte Fen­ster, Türen und andere Fugen ist praktisch in jeder Wohnung vor­handen. Je stärker der Durchzug ist, desto kälter ist das Empfinden, weil die Wärme vom Körper weg­getragen wird.

  • Je wärmer die umgebenden Wän­de sind, desto geringer ist die not­wendige Lufttemperatur. Die Wände strahlen mit großer Fläche Wärme auf die Bewohner ab.

  • Dem persönlichen Wärme­emp­finden ­- man beachte auch das Wärmeempfinden in einem 10 Grad kalten Flur, wenn mann von einem langen Spaziergang bei -10 Grad in das Haus kommt.


Das Absenken aller Raumtempera­turen in einem Haus oder in einer Wohnung senkt die Heizkosten um ca. 5 Prozent. Dies sollte allerdings nicht auf Kosten der Gesundheit gehen: Ist der Raum zu kalt, besteht die Gefahr von Krank­heiten und ­- noch viel gefährlicher -­ der Schim­melbildung. Feuchte Luft kon­densiert an kalten Mauer­bereichen und hält diese Feucht -­ der ideale Nährboden für Schimmel­pilze.


Heizungsventile und Heizkörper sollten immer frei bleiben, ansonsten funktioniert die Temperaturregelung nicht oder Wärme geht ungenutzt nach draußen.


Richtig lüften


Richtig lüften bedeutet, möglichst wenig Energie bei dem notwendigen Austauschen der Raumluft zu ver­geuden. Dauerlüften ist tabu, also niemals die Fenster dauerhaft auf Kipp lassen: Die Wohnung wird nie richtig warm und es wird permanent Wärmeenergie herausgelassen, die teuer bezahlt wird.

Die optimale Art zu lüften ist das so­genannte Stoßlüften, bei dem große Mengen Luft in kurzer Zeit ausge­tauscht werden:

  • Heizungsventile herunterdrehen

  • Fenster weit öffnen, am besten Durchzug machen (Türen und Fenster blockieren, damit sie nicht zuschlagen)

  • 5 Minuten warten

  • Fenster schließen

  • Heizung wieder hochdrehen.


Die trockene kalte Luft wird schnell wieder an den Wänden aufgewärmt, fühlt sich aber wärmer an. Zudem kann die Feuchtigkeit -­ aus der menschlichen Atmung, aus den Pflanzen und in der Küche vom Kochen -­ aus dem Raum entweichen und einer Schimmelbildung wird wir­kungsvoll vorgebeugt.

Dies ist besonders wichtig in Bauten mit modernen, luftdichten Fenstern, besonders dann, wenn die Mauer nicht ausreichend isoliert ist.


Fenster und Türen abdichten


Im Fachgeschäft oder im Baumarkt kann man für moderate Preise Dich­tungsgummis kaufen, die auf Fenster oder Rahmen aufgeklebt werden und die Fugen schließen können. Die Dicke der Fugen ist vor dem Kauf dieser Fugendichtungen abzu­schätzen, damit die Fugen ge­schlos­sen werden, aber das Fenster sich noch schließen läßt.

Neben den einfachen Schaumstoff-Streifen gibt es auch hochwertigere Ausführungen aus geschäumtem Gummi, die besser abdichten, länger halten und in unterschiedlichen Far­ben verfügbar sind. Die Packungen enthalten die ent­sprechenden Daten und Montage­hinweise.



Rolläden schließen


Rolläden können den Energiebedarf wesentlich senken, alleine 10 Pro­zent durch die zusätzliche Wärme­isolation, die durch die zwi­schen Glas und Rolladen stehende Luft­schicht verbessert wird. Ein weiterer Effekt ist -­ gerade bei zugigen Fenstern -­ die bessere Abdichtung gegen Zugluft.




Temperaturen Nachts und bei Abwesenheit absenken


Über Nacht und bei längeren Ab­wesen­heiten macht es Sinn, die Temperatur abzusenken -­ entweder von Hand mit einem Dreh an den Thermostatventilen, mit automa­tischen Thermostatventilen oder mit der Steuerung der Heizungsanlage.


Typischerweise kann man die Tem­peraturen Nachts und bei Abwesen­heiten von meheren Stunden um etwa 5 Grad reduzieren. Bei län­geren Abwesenheiten wie zum Beispiel im Urlaub kann die Tem­peratur weiter gesenkt werden, aller­dings ist darauf zu achten, daß in jedem Fall die Heizungsanlage läuft und die Ventile mindestens auf Frost­schutz eingestellt sind (Stern-Symbol).

Kühlt ein Haus einige Tage lang aus, dauert es ein bis zwei Tage, bis es wieder durchgeheizt wird -­ Heiz­kosten werden damit kaum gespart, dafür hat man es längere Zeit unbequem.


Bauliche Maßnahmen


Hat man das Glück, ein eigenes Zu­hause zu haben, hat man natürlich weitgehendere Möglichkeiten, die hier kurz umrissen werden sollen. Genauere Informationen erhalten Sie in entsprechenden Fachbüchern oder bei Handwerkern.


Eines ist von grundlegender Bedeu­tung: Erst alle Maßnahmen zusam­men, also Isolation, Heiztechnik und unser Umgang mit Heizwärme füh­ren zu optimalen Energie- und Geld­einsparungen!


Fenster:

  • Doppelverglasung mit Wärme­schutz-Bedampfung ist heute Pflicht. Eine Dreifach-Verglasung bringt kaum zusätzliche Isolation, kann aber den Schallschutz erheblich verbessern.

  • Rahmen ohne Kältebrücken -­ auch der Rahmen muß gut isolieren, entweder, indem er aus Holz oder Kunststoff gefertigt ist oder indem die Metallteile durch Kunststoff-Brücken voneinander getrennt sind.

  • Die Dichtigkeit der Fenster muß möglichst hoch sein, dazu dienen oft mehrstufige Gummidichtungen, die dann allerdings den Rahmen fast luftdicht machen -­ in Räumen mit solchen Fenstern muß besonders auf guten Luftaustausch geachtet werden.

  • Ausrichtung der Fenster: Wo viel Sonne hereinkommen kann, sollten große Fenster eingeplant werden, die dann Sonnenlicht einfangen und im Raum in Wärme umwandeln: Das Prinzip einer so optimierten Wärmegewinnung wird Solararchitektur genannt.


Wände:

  • Je besser der Isolationswert der Wand, desto geringer die Wärme­verluste und damit die Heiz­kosten.

  • Bei bestehenden Wänden kann eine sogenannte Thermohaut auf­gebracht werden, die aus einem Isolierputz, einer Schicht Styropor(TM) oder faserigen Isolations­stoffen wie Steinwolle besteht. Nach außen wird die Wärme­dämmung per Holzab­deckung, Verputz oder Ver­klinkerung abge­schlossen, damit sie nicht ver­wittert. Generell sind mineralische, luftdurchlässige Wärmedäm­mungen für das Raumklima besser, weil sie Wasserdampf durchlassen und entsprechende Nebenwirkungen wie Schimmel­bildung vermeiden.


Heizungsanlage:

  • Effiziente Systeme vorsehen: Brennwert-Systeme nutzen die im Wasserdampf des Abgases gespeicherte Wärme zusätzlich aus und haben eine etwa 10 Prozent höhere Energieeffizienz.

  • Umweltfreundliche Energieträger in Erwägung ziehen: Holzpellet-Feuerungsanlagen sind ähnlich leicht zu betreiben wie öl- oder gasbefeuerte Systeme, erzeugen aber keine Netto-Kohlendioxid-Emissionen und sind (noch) sehr billig. Bei Energieträgern immer auch die zukünftige Entwicklung berücksichtigen: Noch sind Holz­pellets billig, wenn aber viele Kunden sie einsetzen, ist auch hier mit einem deutlichen Preisanstieg zu rechnen.

  • Eventuell solar unterstützte Heizungs­anlagen vorsehen.





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