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Richtig kühlen - Energie und Geld sparen!

ENERGIESPAR-INFO EI-SP-2007-001/Richtig kühlen Seite /3



Richtig kühlen - Energie und Geld sparen!


Michael Bockhorst



Bei der Nutzung des Kühlschranks Energie und Geld sparen?


Richtig kühlen bedeutet, so wenig Strom wie möglich aufzuwenden, um Nahrung länger aufzubewahren. Dies fängt mit der Beschaffung des Kühlgerätes an und läuft weiter über die Aufstellung und den Umgang mit dem Kühlschrank bzw. dem Gefriergerät.


Was sie jetzt in dieser Hinsicht lernen, spart Ihnen in Zukunft Geld und dem Rest der Welt Emissionen, die durch die Stromerzeugung freigesetzt werden.


Auch wenn der Beitrag des Kühlschranks nicht gerade gigantisch ist, so ist es einer von vielen Beiträgen. Vor allem kann eine sinnvolle Kaufentscheidung schon nach 2-3 Jahren 20 oder 30 Euro pro Jahr sparen, ohne dass Sie im geringsten auf Komfort verzichten müssen.


Was will ich kühlen?


Der erste Schritt ist, dass Sie sich darüber im klaren sein müssen, ob Sie nur kühlen wollen oder ob Sie auch Tiefkühlkost aufbewahren.

Der nächste Schritt ist, festzustellen, wie groß Ihre Mengen an aufzubewahrendem Kühlgut sind. Je kleiner ein Gerät gleicher Technik und Ausstattung ist, desto geringer lässt sich sein Energiebedarf gestalten.

ABER: Auch nicht zu klein kaufen, denn ein zwei kleine Geräte brauchen deutlich mehr Strom als ein ausreichend bemessenes Einzelgerät!


Welches Gerät für welchen Zweck?


  • Einfacher Kühlschrank: Kann nur Kühlgut aufnehmen, eignet sich aber nicht zur Aufbewahrung von Speiseeis oder anderen Tiefkühlgütern.

  • Kühlschrank mit Gefrierfach: Die Option, wenn Sie ab und zu etwas einfrieren oder Tiefkühlkost aufbewahren wollen.

  • Kühl-Gefrier-Kombi: Sinnvoll, wenn Sie mittelgroße Mengen an Tiefkühlkost aufbewahren – z.B. auch Fertiggerichte – aber vorwiegend einen Kühlschrank benötigen.

  • Gefrierschrank/-truhe: Wenn Sie viel Tiefkühlgut aufbewahren wollen – Fertiggerichte, Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten – oder wenn Sie in einem Vielpersonenhaushalt leben. Truhen sind zu bevorzugen, weil Sie generell sparsamer sind – die kalte Innenluft bleibt beim Öffnen des Deckels im Gerät „liegen“.


Kaufentscheidung treffen ...


Nachdem Sie ungefähr wissen, wieviel Kühlgut sie aufbewahren wollen und welcher Geraetetyp der richtige fuer Sie ist, geht es in den Laden.


  • Energieverbrauch des Geraetes: Üblicherweise wird der Energiebedarf der Geräte in Kilowattstunden pro Jahr angegeben. Weiterhin gibt es sogenannte Energieeffizienz-Klassen, die angeben, wie groß der Energiehunger des Gerätes in Bezug auf andere Geräte der gleichen Klasse ist. Hier lohnt es sich, auszurechnen, nach wieviel Jahren ein in der Anschaffung teureres Gerät auch finanziell lohnt – Beispiel siehe unten.

  • Wertigkeit des Gerätes: Ein Kühlgerät ist eine langfristige Anschaffung. Begutachten Sie daher genau, ob die „Inneneinrichtung“ auch solide verarbeitet und sinnvoll nutzbar ist. Es lohnt sich, selbst 50 Euro mehr auszugeben, bevor man sich 10 Jahre über unsinnige Features ärgert – Sie werden ihren Kühlschrank täglich benutzen!



Wenn Sie sich für eine Auswahl von Geräten entschieden haben, stellen Sie sich eine Tabelle zusammen: linke Spalte: Gerätebezeichnung, dann Gerätepreis, nachfolgend jährlicher Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh). Die vierte Spalte füllen Sie mit den jährlichen Stromkosten. Diese berechnen sich grob aus dem jährlichen Stromverbrauch geteilt durch 5 – dies entspricht einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde.


Beispiel:

  • Produkt 1: Kühlschrank mit Gefrierfach, Energieeffizienz-Klasse B, 250 kWh pro Jahr, Preis; 200 Euro.
    Stromkosten: 50 Euro pro Jahr

  • Produkt 2: Kühlschrank mit Gefrierfach, Energieeffizienz-Klasse A++, 150 kWh pro Jahr, Preis; 300 Euro.
    Stromkosten: 30 Euro pro Jahr


Nach 5 Jahren haben Sie bei gleichbleibenden Stromkosten den Mehrpreis des teureren aber sparsameren Gerätes heraus. Bei steigenden Strompreisen sogar noch schneller. Da Kühlschränke normalerweise etwa 10 Jahre genutzt werden, sind die Gesamtkosten des teureren Gerätes also tatsächlich geringer.

Zudem geben diese Geräte weniger Geräusche und Abwärme ab, weil der Kompressor der Kältemaschine seltener läuft.


Das Kühlgerät richtig aufstellen


Das Kühlgerät muss die Wärme, die durch seine Wände eindringt, mit seiner Kältemaschine „herauspumpen“. Dazu benötigt er Strom. Je kühler ein Kühlschrank aufgestellt wird, desto weniger Strom braucht er.

Generell sind frei aufgestellte Kühlgeräte deutlich sparsamer als Einbaukühlschränke. Aber auch bei den Einzelgeräten kann durch eine Aufstellung

  • in kühlen Räumen (Hauswirtschaftsraum)

  • in Bereichen ohne Sonneneinstrahlung

  • entfernt von Herd und Backofen

  • mit Abstand zu Wänden

noch sparsamer arbeiten.


Befüllen und Kühlgut entnehmen


Wenn sie den Kühlschrank befüllen, achten Sie darauf, dass Sie nach dem Einkauf die Artikel, die in den Kühlschrank/das Gefriergerät gehören, erst auspacken, nach Kältezone sortieren und erst dann den Kühlschrank zügig befüllen. Damit vermeiden Sie eine unnötige Erwärmung des Innenraums des Kühlgerätes.

Wenn Sie Kühlgut entnehmen, nicht die Butter, die Marmelade, Wurst und Käse mit viermaligem Öffnen der Türen entnehmen, sondern überlegen, was man möchte, die Tür öffnen und beherzt zugreifen!



Fertige Gerichte kühlen und einfrieren


Wenn Sie Gerichte kühlen oder einfrieren wollen: Lassen Sie sie immer erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie sie in das Kühlgerät stellen.

So ersparen Sie dem gerät die Arbeit und sich Strom und Kosten, um dem Gericht die Wärme zu entziehen!



Kurzfristiger Bedarf an mehr Kühlraum?


Vergessen Sie nicht Keller und Balkon/Terasse, um z.B. Getränke angenehm Kühl zu halten!

Gerade in der Übergangszeit und im Winter können Sie auch diese natürlichen Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Speisen nutzen.


Sich nicht totsparen!


Es ist nicht praktikabel, jede Kilowattstunde mit einem riesigen Aufwand einzusparen. Kühlschränke sind mit die sinnvollsten Haushaltsgeräte, die man sich vorstellen kann: Sie verlängern die Lebensdauer von Lebensmitteln und erhöhen so ihren Nutzungsgrad.

Gerade Lebensmittel werden mit viel Energie und anderem Aufwand produziert. Energie einzusetzen, um sie besser nutzen zu können, ist also gut investierte Energie!






Copyright: 2005-2007 by Dr. Michael Bockhorst


energieinfo_energiesparen_tips_kuehlen_2007.odt


Haftungsausschluß:

Alle hier vorgestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Eine Haftung für aus der Anwendung dieser Informationen eventuell entstehende Schäden wird nicht übernommen!


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