News
Energie-Lexikon
Energiesparen
   Energiespar-Infos
   Energiespartips
   Energie-/Kostenrechner
Einführung
Themen
Bücher
 
Info

 

 

 

Bücher des Autors
von energieinfo.de:

Link zur Homepage des Buches
Amazon/Libri

Link zur Homepage des Buches: ABC Energie
Amazon/LOB/Libri

Energiesparen -> Dokumente mit Energiespartipps
PDF Papiersparende und lesefreundliche Druckversion im PDF-FORMAT:
Standby-Verbrauch reduzieren - Energie und Geld sparen

ENERGIESPAR-INFO EI-SP-2007-005/Standby-Verbrauch reduzieren - Energie und Geld sparen Seite /4




Standby-Verbrauch reduzieren - Energie und Geld sparen!


Michael Bockhorst




Die kleinen Stromsauger

finden und behandeln!


Für die Bequemlichkeit sorgen viele Geräte, die sich permanent im Standby, zu deutsch „Bereitschafts­modus“, befinden.

Dazu gehören Fernseher, HiFi-An­la­gen, Videorekorder, Anrufbe­antwor­ter, Funktelefone, zunehmend aber auch Computer, Modeme und Lade­geräte für diverse Kleingeräte wie Han­dy, MP3-Player, Digital­kamera, Organizer etc.


Geräte der 1980er und frühen 1990er Jahre brauchen oftmals 10—20 Watt im Standby-Betrieb. Dazu gehören besonders Fernseher und Videogeraete.


Moderne Geräte liegen haeufig bei 1 Watt oder auch darunter, zumindest bei hochwertigeren Ausführungen. Aber die zunehmende Zahl von Kleingeräten, die sich heute an den Steckdosen fast jeden Haushalts tummeln, führt trotzdem zu einem spürbaren Stromverbrauch und damit verbundenen Kosten.


10 Watt Standby-Verbrauch führen innerhalb eines Jahres - 8760 Stun­den - zu einem Energiebedarf von knapp 87.6 Kilowattstunden, die Kos­ten von etwa 15 Euro verur­sachen.



COPYRIGHT STATEMENT:
Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt und darf nur in den Grenzen des Urheber­rechts­gesetztes genutzt werden.
Jegliche Zuwiderhandlung kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.



Welche Geräte laufen im

Standby-Betrieb?


Eine grobe Einteilung der Geräte wird hier vorgenommen, und zwar nach sinnvollem Standby-Betrieb, sinnlosem Standby-Betrieb und verdecktem Stromverbrauch durch schlechte Technik/uneffizientes Nutzerverhalten.


Sinnvoller Standby-Verbrauch - hier muss die Geraetebereitschaft aufrechterhalten werden, um einen Nutzwert zu erhalten:

  • Anrufbeantworter

  • Videorekorder

  • Notebook/Internet-Konsole


Sinnloser Standby-Verbrauch - hier dient die Standby-Schaltung der Be­quemlichkeit:

  • Fernseher, Anlage

  • selten genutzter PC

  • Telefon mit Mobilteil (wenn nicht unbedingt erforderlich)

  • Warmwasser-Boiler im Dauerbetrieb


Verdeckter Stromverbrauch:

  • Ladegeräte jeglicher Art sind nicht schaltbar.

  • Externe Netzteile für Kleingeräte wie Modem, Lichterketten, etc. sind nicht schaltbar.

  • Multimediageräte (PC, Hifi-Anlage, Fernseher, Radios, etc.) werden per Einschalter nicht auf der 220-Volt-Seite getrennt, brauchen also permanent Strom.

  • Viele Lampen mit Dimmer/Sensor-Schalter brauchen ständig Strom, besonders billige Modelle.



Sinnvoller

Standby-Verbrauch


Hier können Sie nur dann etwas aus­richten, wenn Sie sich sparsame Ge­räte anschaffen. Moderne Anrufbe­antworter und Videogeräte sollten einen Standby-Verbrauch von 1 Watt oder weniger haben. Bei Stromprei­sen von 20 Cent pro Kilowattstunde entspricht dies etwa 1.80 Euro pro Jahr an Stromkosten.

Mit einer einfachen Formel - 2 Euro Strom­kosten pro Watt und Jahr - können Sie schnell die Amortisa­tions­kosten für die Anschaffung teu­rerer aber sparsamerer Geräte abzu­schätzen: Zwei Geräte stehen zur Aus­wahl, Gerät A hat 10 Watt Stand­by-Verbrauch und kostet 179 Euro, Gerät B hat 1 Watt Standby-Ver­brauch und kostet 239 Euro. Die An­schaffungskosten beim Kauf des Ge­rätes A sind um 60 Euro geringer, die jährlichen Ausgaben für Strom liegen aber etwa 18 Euro (9 Watt Differenz = 9 x 2 Euro pro Jahr) höher als bei Gerät B. Nach etwa 3.5 Jahren hat sich der höhere Kaufpreis für das Ge­rät B amortisiert, danach fahren sie sogar kostengünstiger.

Sie sparen auf lange Sicht nicht nur Geld, sondern tragen zu einer Ver­rin­gerung der energiebedingten Emis­sionen bei. Sie reduzieren zusätzlich das Brandrisiko, weil sparsame Ge­räte weniger Wärme produzieren.


Sinnloser
Standby-Verbrauch


Der Standby-Modus eines Fernse­hers oder einer Hifi-Anlage dient nur dazu, diese Geräte bequem vom Sessel aus einschalten zu können. Einziger noch gerade verständlicher Nutzwert ist die kurze Unterbrechung des Fernsehens, etwa während ei­nes Te­lefonats oder einer Pause.

Auch selten genutzte PCs benötigen - sofern sie im Standby-Betrieb be­lassen werden - einige Watt an Leistung.

Hier hilft es, die Geräte nach einer altbewährten Methode vom Strom­netz abzutrennen: Mit einer schalt­baren Steckdosenleiste.


Telefone mit Mobilteil benötigen deut­lich mehr Strom als kabelgebundene Telefone, die zudem über Strom aus dem Telefonnetz versorgt werden - hier fallen keine zusätzlichen Kosten an und die Zuverlässigkeit wird er­höht. Wird ein Funk-Telefon benötigt, sollte auch hier auf einen geringen Standby-Verbrauch geachtet werden.

Ein besonders übles Beispiel für ei­nen massiven Standby-Verbrauch sind elektrisch betriebene Warm­wasser­boiler, die permanent einen Vorrat von einigen Litern Wasser auf Temperatur halten – hier kann der Standby-Verbrauch bei einigen zehn Watt liegen – die jährlichen Strom­kosten liegen dann in der Größen­ordnung 100 Euro! Entweder sollten solche Geräte nur dann eingeschal­tet werden, wenn Warmwasser häu­figer benötigt wird. Oder sie werden durch kleine Durch­lauferhitzer er­setzt, die nur während ihrer Benut­zung Strom benötigen.


Verdeckter Stromverbrauch


Aus Kostengründen werden viele Netzteile als externe Netzteile aus­ge­führt, die wiederum keinen Netz­schalter besitzen. Dadurch wird dem Stromnetz permanent Strom entzo­gen. Gleiches gilt für viele Geräte, de­ren Stromversorgung auf der Sekundärseite des Netzteils einge­schaltet wird, auch hier hängt das eigentliche Netzteil permanent am Stromnetz.

Die gleiche Problematik besteht bei allen Ladegeräten, die den heutigen „Gerätepark“ von Handy, Organizer, Notebook, Digitalkamera, Akkus für die Fahrradlampe, etc. mit Strom versorgen.

Die beste Maßnahme zur Strom­ein­sparung ist hier, die Netzteile nach ihrer Beutzung aus der Steck­dose zu ziehen oder aber eine schaltbare Steckdosenleiste einzu­setzen, um den permanenten Strombedarf zu unterbrechen.


Moderne“ Lampen werden teilweise per Dimmer ohne echten Schalter „eingeschaltet“ oder können durch Berührung ein-/ausgeschaltet wer­den – der Kauf solcher Produkte ist zu vermeiden.


Energiebedarf messen!


Moderne Geräte benötigen im Stand­by-Modus oft lediglich 1 Watt, aber die Vielzahl der Geräte führt dennoch zu einem nennenswerten Strombe­darf, der pro Haushalt selbst bei mo­dernster Ausstattung etwa 40 Watt und damit 80 Euro pro Jahr aus­macht.

Lohnt sich der Ersatz eines alten Ge­rätes? Dies überprüfen Sie am bes­ten mit einem Energiemessgerät, welches sie für etwa 20 Euro kaufen können – achten sie darauf, dass das das Gerät auch kleine Leistun­gen unter 2-3 Watt anzeigt! Damit können Sie übrigens auch z.B. den Energiebedarf Ihres Kühlschranks, ihres PCs und anderer Geräte mes­sen und bei Neubeschaffungen die richtigen Entscheidungen treffen – hier eröffnen sich neue Möglichkeiten teils herausragender Einsparungen an Energie und Geld.


Beim Kaufen: Augen und

Ohren auf!


Bitte achten Sie auf folgende Punkte:

  • Standby-Verbrauch laut Hersteller-Angaben vergleichen und die Faustformel 2 Euro Stromkosten pro Jahr und Watt benutzen.

  • Wenn keine Angaben vorliegen, das Fachpersonal um Rat bitten.

  • Wenn dort keine Informationen vorliegen, Energiemessgerät mit in das Geschäft bringen und den Ver­brauch vor Ort messen.

  • Vermeiden Sie „verdächtige“ Pro­dukte, bei denen kein Wert auf richtige Ausschalter etc. gelegt wird – gegebenenfalls nachmes­sen, ob das Gerät bei Schalter­stellung auf „aus“ wirklich keinen Strom mehr braucht.

  • Verringern Sie die Anzahl der klei­nen Stromsauger: Wenige Ladege­räte für Handys, Batterien, Digital­kameras, indem Sie auf Kompati­bilität achten – etwa in Bezug auf die verwendeten Akkus, Ladean­schlüsse, etc.

  • Vermeiden Sie unsinnige Produk­te/Produkte, die sie voraussichtlich nicht nutzen werden.







Copyright: 2005-2007 by Dr. Michael Bockhorst


energieinfo_energiesparen_tips_standby_EI-SP-2007-005.odt


Haftungsausschluß:

Alle hier vorgestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Eine Haftung für aus der Anwendung dieser Informationen eventuell entstehende Schäden wird nicht übernommen!



Bücher des Autors

Michael Bockhorst:

Mit Vollgas in die Energiekrise ...


Energie. Krise! Zukunft?

198 Seiten, zahlreiche Abb. und Tabellen, Farbtafeln, Paperback

ISBN: 3-8334-5155-6 14.80 EUR






http://energiekrise.energieinfo.de

Michael Bockhorst:

ABC Energie


Eine Einführung mit Lexikon:
Energieerzeugung und Energie- nutzung, Probleme und Lösungs-ansätze

532 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Tabellen, Paperback

ISBN: 3-8311-4083-9 42.00 EUR






INFO: http://www.abc-energie.de














Firmenstempel


Copyright: Dr. M. Bockhorst www.energieinfo.de | Nutzungsbedingungen auf der Website abrufbar | Stand: 2007-06-01