ENERGIESPAR-INFO
EI-SP-2007-002/Richtig
Duschen, Waschen, Spülen Seite
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 Duschen,
Waschen, Spülen - Energie und Geld sparen!
Michael Bockhorst
Warum
bei der Warmwasserbereitung Energie und Geld sparen?
Bei
Warmwasser lohnt sich das Sparen so richtig. Wasser „saugt“ viel
Energie auf, wenn es wärmer werden soll – dies ist eine
physikalische Tatsache. Dazu kommt, dass alle Warmwasser-Bereiter
schon sehr hohe Wirkungsgrade zwischen 80 und nahezu 100 Prozent
haben.
Gerade
hier kann die sinnvolle Nutzung der Warmwasserbereitung durch
entsprechendes Verhalten die Kosten erheblich senken, ohne, dass sie
viel Geld in neue Geräte oder aufwendige Installationsarbeiten
stecken müssen.
Vor
allem steht aber die Erkenntnis, wie teuer Warmwasser ist – auch
dies soll hier vermittelt werden.
Warmwasserbereitung
– welche Alternativen gibt es?
Folgende
Methoden werden Üblicherweise verwendet:
elektisch
betriebene Durchlauferhitzer: Stromdurchflossene Drähte
erhitzen das Wasser, während es den Durchlauferhitzer
durchströmt. Der Gesamtwirkungsgrad ist schlecht, weil der
Strom erst aus fossilen Brennstoffen oder Uran erzeugt werden muss.
Die Kosten sind prinzipiell eher hoch. Meist kurze Wartezeit auf
Warmwasser.
Gastherme:
Gasthermen sind ebenfalls Durchlauferhitzer, die Wärme wird
aber durch das
Verbrennen
von Gas erzeugt. Der Gesamtwirkungsgrad ist recht hoch, die
Betriebskosten prinzipiell billig. Oft lange Wartezeit auf
Warmwasser.
Warmwasser-Kessel:
Hier wird Wasser prinzipiell kostengünstig mit Gas oder Heizöl
erwärmt. Desweiteren kann Strom oder – optimal in der
Energie- und Kostenbilanz – Solarenergie zur Wassererwärmung
eingesetzt werden. Nachteil bei dieser zentralen
Warmwasser-Bereitung ist die Tatsache, dass das Wasser – unter
Verlusten – aus dem Kessel in einem Haus verteilt werden muss. Um
die Wartezeiten auf warmes Wasser zu verringern, wird oft eine
Zirkulation verwendet. Warmes Wasser strömt permanent durch
eine Ringleitung, aus der es bei Bedarf entnommen wird. Hierbei
treten Verluste auf.
Für kleiner Warmwassermengen
werden zwei weitere Systeme gerne eingesetzt::
Boiler:
Sie halten stets eine kleinere Menge – ca. 5 Liter – Wasser auf
einer voreingestellten Temperatur, das dann vor Ort zur Verfügung
steht. Durch den oft permanenten Betrieb und die auftretenden
Wärmeverluste sind sie als Energieverschwender einzustufen. Sie
werden meist unter Wasch- und Spülbecken eingebaut.
Kochendwasser-Geräte:
Diese Geräte erzeugen – wie der Name sagt – auch kochendes
Wasser. Sie werden normalerweise oberhalb des (Spül-)beckens
montiert. Sie unterliegen dem gleichen Problem wie jegliche
strombetriebene Warmwasserbereitung: der Gesamtwirkungsgrad ist
schlecht und die Betriebskosten sind relativ hoch. Aber das Wasser
wir nur bei Bedarf erhitzt und kann den Wasserkocher in der Küche
ersetzen. Bauartbedingt treten praktisch keine Leitungsverluste
auf!
Der
Durchlauferhitzer, das unbekannte Wesen
In den meisten Haushalten wird
Wasser mittels eines Durchlauferhitzers erwärmt. Diese billigen
und einfach zu installierenden Geräte sind jedoch wahre
Stromfresser. Ihre Stromaufnahme ist so groß, dass Sie damit 4
Einfamilienhäuser in Niedrigenergie-Bauweise beheizen können!
Die typische Leistungsaufnahme
liegt bei etwa 24 Kilowatt. 1 Stunde Duschen bedeutet damit 24
Kilowattstunden Energiebedarf – macht bei 20 Cent pro
Kilowattstunde satte 4.80 Euro! Wenn Sie also jeden Tag 10 Minuten
das Warmwasser zum duschen laufen lassen, kostet Sie das im Jahr
locker 250 Euro! Es ist damit meist der größte Posten im
Stromverbrauch – hier lohnt es sich also besonders, die
Sparmöglichkeiten abzuklopfen!
Den
Durchlauferhitzer aufmotzen
Sparen
ohne zu leiden? Ja, das ist möglich: Wenn Sie das Wasser nur
dann laufen lassen, wenn Sie es wirklich benötigen. Gerade bei
Durchlauferhitzern ist dies oft kein Genuss – weil das erneute
Einstellen der Temperatur zu viel Zeit und damit auch Strom kostet.
Dazu gibt es 3 Alternativen:
Mischbatterien:
Hier findet die Temperaturregelung in der Mischbatterie statt. Kalt-
und Heißwasser werden so gemischt, dass die eingestellte
Temperatur erreicht wird. Regelschwankungen gibt es immer noch
und die Armatur muss für Durchlauferhitzer geeignet sein.
AUFWAENDIGE
INSTALLATION NOTWENDIG!
Geregelte
Durchlauferhitzer: Diese gibt
es in verschiedensten Varianten. Von einer einfachen
Temperaturregelung bis zu variabel einstellbaren
Auslass-Temperaturen. Sie sind deutlich teurer, versprechen aber
ein einfacheres und damit zeit-, strom- und kostensparendes Duschen.
Bei den hohen Stromkosten sind die 200 oder 300 Euro Mehrpreis nach
2 Jahren, in einer Familie viel schneller amortisiert. AUFWENDIGE
INSTALLATION NOTWENDIG!
Ventil
zwischen Mischbatterie und Duschschlauch:
Die billigste und einfachste Methode ist ein Zwischenventil, welches
bei eingestelltem Warm- und Kaltwasserhahn den Ausfluss
stoppt, ohne das Mischungsverhältnis zu verändern,
welches eingestellt wurde. Kleine Regelschwankungen
gibt es immer noch, aber sie sind vertretbar. KANN OHNE AUFWAND
INSTALLIERT WERDEN!
Besitzen Sie ein Haus oder eine
eigene Wohnung, sind der Austausch von Mischbatterie oder
Durchlauferhitzer möglich. In einer Mietwohnung
ist dies schon schwieriger – da ist das Zwischenventil die
unkomplizierte, schnelle und sehr preisgünstige Lösung.
Aber auch hier lohnt sich ein Blick auf die Qualität – die
3-Euro-Vollplastik-Variante hat nicht funktioniert, eine
Metall-Plastik-Variante für 7 Euro versieht seit 2 Jahren ihren
Dienst zuverlässig.
Was
macht mein Wasser warm?
Falls Sie sich auf die Suche in
ihrem Haushalt machen wollen, hier die Bilder zu den
Warmwasserbereitern:
Elektrischer Durchlauferhitzer:
Gastherme:
<bild kommt>
Zentrale Warmwasserbereitung:
<bild kommt>
Boiler
<bild kommt>
Kochendwassergeraet:
Verhaltensorientierte
Sparmaßnahmen
Immer:
Nie Warmwasser unnötig laufen lassen – dies kostet wertvolles
Wasser, wertvollen Strom, verursacht Emissionen und Kosten!
Besonders
das Wasser immer dann abschalten, wenn man sich die Zähne putzt
oder einseift!
Hände
kalt waschen – schont dabei zusätzlich die Haut!
Warmwasser
mehrfach nutzen: mäßig warmes Spülwasser reicht
immer noch, um fettige Töpfe und Pfannen vorzuspuelen!
Bei
Durchlauferhitzern/Gasthermen mit langen Leitungen: Mehrere
Notwendigkeiten des Wasserbedarfs zusammenlegen.
Bei
elektrischen Durchlauferhitzern: Restwasser – z.B. zum
Spülen, Wanne reinigen – bei geringem Durchfluss auslaufen
lassen. Dazu einfach den Hahn so lange zudrehen, bis Sie das klacken
der Relais im Durchlauferhitzer hören.
Sind
Warmduscher nun vom Aussterben bedroht?
Natürlich
nicht! Aber ein paar kleine Verhaltensmaßnahmen, einmal
eingeübt, können in einem Familienhaushalt mit vier
Personen schnell 100 Euro pro Jahr einsparen, oft sogar deutlich mehr
– denn weniger Wasserbedarf wirkt sich auch auf die Kosten für
Trinkwasser und das daraus entstehende Abwasser mindernd aus!
Copyright:
2005-2007 by Dr. Michael Bockhorst
energieinfo_energiesparen_tips_warmwasser_2007.odt
Haftungsausschluß:
Alle
hier vorgestellten Informationen wurden nach bestem Wissen und
Gewissen zusammengestellt. Eine Haftung für aus der Anwendung
dieser Informationen eventuell entstehende Schäden wird nicht
übernommen!
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