Michael Bockhorst
Das globale Klimaexperiment, welches die Menschheit mit der zunehmenden Inanspruchnahme des Systems Erde angeleiert hat, hat neue Daten ergeben. Die Zeitreihe ist um einige Jahre erweitert worden. Was wie zusammenhängt, hat man in den Grundlagen schon vor 20 oder 30 Jahren gewußt. Aber offensichtlich mußten erst weitere Daten gemessen werden, um den Menschen diese Entwicklung vor Augen zu führen.
Ärgerlich ist, daß der Klimawandel immer noch viel zu stark aus dem Umfeld herausgelöst betrachtet wird. Der Klimawandel ist nicht das Hauptproblem, es ist vielmehr die Übernutzung der Regenerationsfähigkeit unseres Heimatplaneten:
Was der Report wirklich neues bringt? Das sind die wesentlich verbesserten Klimadaten der letzten hunderttausenden Jahre, die zeigen, daß wirklich wir Menschen es sind, die unser System Erde maßgeblich verändern. Und die Prognosen des Klimas kommen alle zu dem gleichen Resultat: Wir werden am Ende des 21. Jahrhunderts die Erde dramatisch verändern. Wenn wir nicht sofort, richtig und weitgehend handeln.
Dies könnte und sollte Politikerinnen und Politiker das Blut in den Adern gefrieren lassen und zu konkreten Handlungen veranlassen. Aber auch uns Bürger, die wir mit unserem Geldbeutel quasi abstimmen, wieviel von welchen Waren in den großen Konzernen produziert wird.
Dieser Report wird daher, auch wenn er keine vollkommen neuartigen Erkenntnisse enthält, einen Wandel einläuten: Was wir seit Jahrzehnten wissen, wird immer stärker erhärtet und die letzten Zweifler zum Verstummen bringen. Wahrhaftig ein Meilenstein!
Weiterführende Infos:
IPCC, 4. Report, Zusammenfassung für Entscheider, Englisch, PDF, ca. 2 MByte
Deutsche Kurz-Fassung des Alfred-Wegener-Institutes