Michael Bockhorst
Die Forscher der University of East Anglia haben Messungen der Kohlendioxidkonzentration im Meer ausgewertet, die von kommerziellen Transportschiffen mit einer entsprechenden Ausstattung auf dem Atlantik durchgeführt wurden.
Diese zeigen, dass in den letzten zehn Jahren die Aufnahmefähigkeit dieses Ozeans für das Treibhausgas Kohlendioxid geringer wird. Diese Tendenz ist gleichbedeutend mit einer schneller steigenden Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre.
Wasser kann Kohlendioxid lösen und die in Wasser gelöste Kohlendioxid-Menge hängt von der Konzentration dieses Gases in der Erdatmosphäre ab. Dadurch konnte ein nennenswerter Anteil -- etwa 50 Prozent -- der menschgemachten Kohlendioxid-Emissionen in den Ozeanen aufgenommen werden. Die Ozeane haben als Kohlendioxid-Senke unser Treiben sozusagen abgepuffert.
Die Gründe für diese Entwicklung sind weitgehend unklar, weil die Messungen nur 1 oder 2 Jahrzehnte zurückreichen und erst mit anderen Umweltdaten korreliert werden müssen. Folgende Ursachen kommen in Frage:
Aufgrund der großen Unklarheiten über die einzelnen Prozesse, die in dem Wirkungsgefüge des Klimasystems unseres Planeten eine Rolle spielen, ist diese Studie ein weiteres Alarmsignal im Reigen der Klimawandel-Diskussion.
Quellen:
Downturn in carbon efficiency fuels CO2 increase @ uea.ac.uk
GREEN ALGA GENOME PROJECT CATALOGS CARBON CAPTURE MACHINERY @ earthobservatory.nasa.gov