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Kategorie: Politik&Wirtschaft (Buch-Rezension/Buchbesprechung)

C. Christian von Weizsäcker:
Logik der Globalisierung

Verlag: Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen, 1999
ISBN: 3-525-34010-9
Ausstattung: KLEINE REIHE V&R 4010, Broschiert

Nach einer kurzen Beschreibung der Eigenschaften wettbewerblicher Marktwirtschaft beschreibt C. Christian von Weizsäcker das Spannungsfeld zwischen der "Kurzfrist- und Status-Quo-Orientierung demokratischer Politik" und der "Langfrist-Orientierung und Veränderungs-Freudigkeit" der Marktwirtschaft.

Aus diesem ersten Teil des Buches wird der Begriff "Globalisierung" mit Attributen und insbesondere mit Inhalten versehen: die sozial-, umwelt- und steuerpolitischen Auswirkungen der Globalisierung auf die Nationalstaaten .

Im dritten und letzten Teil entwickelt der Autor aus den im zweiten Teil beschriebenen Auswirkungen der Globalisierung das Szenario einer globalen Marktwirtschaft:

  • Freihandel erlaubt die Einbindung von Nationalstaaten in eine Weltordnung, deren Ziel es ist, Frieden und Recht zu schaffen und zu wahren.
  • Einrichtung und Bewahrung eines internationalen Finanzsystems.
  • Globales Wachstum als Grundelement zur Lösung von globalen Umweltproblemen, hier am Beispiel des Kohlendioxid-Problems.

Das vorliegende Buch ist ein Plädoyer für eine wettbewerbliche Marktwirtschaft nicht nur innerhalb der Nationen, sondern auch zwischen den Staaten. Der Handel zwischen den Nationen erhöht die Wohlfahrt aller am Handel beteiligten Staaten durch Arbeitsteiligkeit, in der jeder Staat spezielle Aufgabe bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen erfüllt. Allerdings werden im dritten Teil des Buches auch die für eine sinnvolle Entwicklung eines globalen Freihandels nötigen Voraussetzungen beschrieben.

Also ein Buch zwischen der Euphorie für und der Panik vor der Globalisierung, welches einen sich zwanglos ergebenden Weg hin zu einer Handel treibenden Weltgemeinschaft aufzeigt - eben die "Logik der Globalisierung".

Created: 1999-07-01