Kategorie: KLIMA (Buch-Rezension/Buchbesprechung)
Dirk Maxeiner:
Verlag: wjs verlag |
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Der Block derer, die die klimatischen Veränderungen, die derzeit mehr oder weniger zuverlässig beobachtet werden, auf den Menschen, besonders auf das Kohlendioxid schieben, ist monolithisch, unbeirrbar.
Gibt es berechtigte Zweifel an dieser aus wissenschaftlichen Ergebnissen heraus begündeten Meinung?
Die gängige Lehrmeinung zum Thema Klimawandel wird in diesem Buch in Frage gestellt. Wissenschaft und Wissenschaftler müssen sich sich einer stetigen Überprüfung unterziehen. Jeder Wissenschaftler, der nicht erst einmal an seinen Ergebnissen zweifelt, ist ein schlechter Wissenschaftler.
Zu Recht kritisiert Maxeiner daher die oft gnadenlose Vertretung der einen Sichtweise. Maxeiner beschreibt in diesem Zusammenhang auch das Phänomen, daß dann, wenn eine Richtung vorgegeben ist, alle Ergebnisse in diese Richtung gedeutet werden. Diese Gefahr ist groß und man muß auf sie hinweisen.
Leider fehlen jedoch genaue Belege. Sie werden weder direkt im Text noch durch die Angabe von Quellen und z.B. Verweise auf Originalliteratur im Web geliefert. Maxeiner beschränkt sich darauf, die Aussagen der Wissenschaftler in Frage zu stellen, die den menschlichen Einfluß auf das Erdklima für erwiesen und maßgeblich halten. Gegenmodelle fehlen genauso wie schlüssige Argumentationsketten. Stattdessen werden mit Aussagen von Personen, die behaupten, der Klimawandel sei natürlich oder kaum durch den Menschen verantwortet, die gängigen Fakten und Schlüsse als vage hingestellt.
Geschickt werden somit die gängigen Fakten zum Themenkomplex Klimawandel Stück für Stück demontiert. Der Film "Inconvenient Truth" von und mit Al Gore bleibt ebenfalls nicht ungeschoren -- dem kann man zustimmen, weil der Film nicht ganz schlüssig ist und allem Anschein nach der Darstellung Al Gores zugute kommen soll. Der Zertifikatehandel ist ein Ablaßhandel -- von Dirk Maxeiner richtig bemerkt -- und in der heutigen Ausführung unsinnig.
Hätte Maxeiner in seinem Buch eine etwas nüchterne dafür aber präzisere Gegenüberstellung der Argumente für und wider menschgemachter Klimawandel erarbeitet, hätte dieses Buch gewinnen können. So ist es ein kurzweilig zu lesendes Buch, welches in subtiler Weise den menschlichen Anteil am Klimawandel kleinredet aber keine zukunftsträchtigen Alternativen der Handlungsweise nennt.
Created: 2007-11-09
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Zitierweise:Michael Bockhorst, www.energieinfo.de

