Erdöl
Erdöl ist ein fossiler Brennstoff, der - ähnlich wie die unterschiedlichen Kohle- und Erdgasarten aus abgestorbener Biomasse entstanden ist, die unter Luftabschluß umgewandelt wurden. Im Gegensatz zur Kohle sind aber die Biomassezusammensetzung und die physikalisch-chemischen Prozeßbedingungen anders als bei der Kohle- oder Erdgasentstehung gewesen.
Verwendung von Erdöl und energetische Eigenschaften
Erdöl ist Ausgangsstoff für Schweröle, Heizöle, Diesel- und Benzintreibstoff sowie für verschiedene chemische Produkte.
Erdöl ist ein Naturprodukt und hat dementsprechend verschiedene chemische Zusammensetzungen bzw. Eigenschaften, je nach seiner Herkunft. Die Energiedichte von rohem Erdöl (Rohöl) hat einen Wert von etwa 10kWh/l.
Erdölvorkommen
Ein Schema typischer Erdöl-Lagerstätten findet sich bei Erdgas - Erdöl und Erdgas treten oft in gemeinsamen Lagerstätten auf.
Neben dem konventionellen Erdöl gibt es auch nichtkonventionelle Vorkommen in Form von Ölsanden und Ölschiefern.
Risiken und Nebenwirkungen der Erdölförderung und seiner Verwendung
Dazu gibt es drei Hauptgruppen, die
- Freisetzung des Erdöls bei seiner Förderung, seinem Transport oder seiner Weiterverarbeitung
- Knappheit der Ölvorkommen und daher geringe statische Reichweite der Reserven - ca. 30 Jahre
- Freisetzung von Kohlendioxid, welches zum Treibhauseffekt beiträgt.
Erdöl ist zwar ein Naturprodukt, welches auch von natürlich vorkommenden Organismen abgebaut wird. Allerdings sind diese Abbauprozesse langsam und das Rohöl verweilt lange in der Umgebung von Ölfreisetzungen.
Nach derzeitigem Stand (2010) wird Erdöl noch 30 Jahre lang zu heutigen technischen und wirtschaftlichen Bedingungen förderbar sein. Dieser Zeithorizont wird jedoch durch (1) neue Abbaumethoden, (2) Erschließung neuartiger Vorkommen (s.o.) und (3) erhöhte Bemühungen zur Öleinsparung aller voraussicht nach weiter vorausgeschoben. Gerade die Erschließung Vorkommen - etwa durch Tiefseebohrungen oder in Form von nicht-konventionellen Ölvorkommen - wird jedoch auch zu größeren Umweltbelastungen führen. Der Ölaustritt im Golf von Mexiko (2010, Deepwater Horizon, BP) zeigt, dass die Anbaumethoden vorangetrieben werden, jedoch der Katastrophenschutz beim Versagen von Sicherungseinrichtungen nicht gleichermaßen mitentwickelt wurde.
Ein weiterer, oft vernachlässigter Aspekt einer Verknappung von Erdöl ist die Verknappung dieser Ressource für die chemische Industrie, etwa die Kunststoffindustrie.
Ein generelles Problem ist die Freisetzung von Kohlendioxid bei der Verbrennung von Erdölprodukten, die hauptsächlich für den Verkehrssektor Mobilität verwendet werden (Benzin, Diesel für Landfahrzeuge und Kerosin für Flugzeuge).
1999-06-12 INIT
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