GUD-Kraftwerk

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk, ein Kraftwerkstyp, in dem in einer Gasturbine fossile Brennstoffe, vorwiegend Erdgas, verbrannt wird. Die Wärme der Verbrennungsabgase wird über Dampferzeuger zur Erzeugung von Frischdampf genutzt, der dann eine Dampfturbine antreibt. Die Gasturbine sitzt mit einem Stromgenerator auf einer Welle und erlaubt somit die Erzeugung von Strom während ihres Betriebs. Erst dann kann Dampf erzeugt werden, der die Dampfturbine anlaufen läßt, die bei entsprechender Drehzahl über eine Kupplung mit der Generatorachse verbunden wird.

Durch die Kombination von Gas- und Dampfturbine kann die Energie der Verbrennungsabgase besser ausgenutzt werden: Die Gasturbine nutzt die Temperaturdifferenz zwischen etwa 1200-1500oC und der Abgastemperatur, die Dampfturbine von 550oC bis herab zu etwa 50-100oC. Der Brutto-Wirkungsgrad eines solchen Kraftwerks liegt bei etwa 55%.

Den prinzipiellen Aufbau eines GUD-Kraftwerks zeigt die folgende Abbildung anhand eines Kraftwerksblocks des GUD-Kraftwerks in Tapada do Outeiro, Portugal der Fa. Siemens:

engl: combined cycle power plant